Caprivianer
Im Äußersten Nordosten Namibias befindet sich der Caprivi Zipfel – benannt nach dem deutschen Reichskanzler, dem Grafen Leo von Caprivi. In der wasserreichen und subtropischen Region, die Namibia einen Zugang zum Sambesi eröffnet, leben bis zu sechs Volksgruppen mit bis zu 100.000 Menschen, die als Caprivianer (Fwe, Subia, Yeyi, San, Kololo) zusammengefasst werden können und ca. 4% der Gesamtbevölkerung Namibias ausmachen. Die meisten Caprivianer haben Verwandte in den angrenzenden Nachbarstaaten Botswana und Sambia. Der Westen des Caprivi Zipfels wird von den Mbukushu bewohnt, die zu den Kavango gehören – einer Ethnie der Bantu, die zwischen dem Kavango und der Caprivi Region beheimatet ist. Im Osten leben die Fwe und Subia, die zu den Lozi und Totela des Basotselandes aus Sambia gehören, und im 17. und 18. Jahrhundert von diesen unterworfen, sowie in deren Königsstaat einverleibt wurden. Fwe und Subia sprechen das Silozi, die gemeinsame Verkehrssprache der Lozi Völker.
Ackerbau ist das wirtschaftliche Rückgrad der Caprivi Völker. Zudem werden noch Fischfang und Viehzucht betrieben. Durch die unregelmäßigen und nicht genau vorhersehbaren Überflutungen der Caprivi Region oder aber auch wegen ausbleibender Regenfälle verlieren die Menschen oftmals ihre gesamte Ernte, weshalb Zusatzeinkommen, durch das Fertigen von Souvenirs oder Gebrauchsgegenständen, benötigt werden. Bekannt sind die Caprivianer durch das Schnitzen der traditionellen mokoros – den zum Fischen und Transportieren benötigten Einbäume.

Kulinarisches
Verwöhnen Sie ihren Gaumen auf einer Reise durch Namibia. Genießen Sie die unterschiedlichen Speisen und Getränke mit mitteleuropäischem Einfluss. Alle Reisende, die in Namibia unterwegs sind, können sich die deutsche traditionelle Küche mit Schnitzel, Eisbein und Sauerkraut aber auch eine Schwarzwälder Kirschtorte schmecken lassen. Tipp: Probieren Sie auch einmal das traditionelle Milipap oder Trockenfleisch verschiedenster Wildtiere (biltong) als beliebten Snack für zwischendurch…


