Rehobother Baster

Die Rehoboter Baster kamen nach den Orlam gegen Ende des 19. Jahrhunderts aus Südafrika ins Land. Sie sind Afrikaans-sprechende Mischlinge und Nachkommen aus Verbindungen weißer Siedler (Buren) mit den Frauen der Nama.

Im Gegensatz zu anderen Mischlingen sind die Baster eine eher homogene Gruppe, welche sich nach ihrer Migration in das heutige Namibia um die Stadt Rehoboth formierte und seitdem den Stadtnamen in ihrer Volksbezeichnung trägt. Seit 1870 leben sie in der Stadt Rehoboth und der Umgebung und führen ein monogam patriarchalisches Gesellschaftsleben als Kleinbauern. Alle Baster führen ihre Existenz auf ein paar wenige Gründerfamilien aus der südafrikanischen Kapprovinz zurück. Auf ihre Herkunft und Identität sind sie sehr stolz – so konnten sie dies doch auch gegenüber der Apartheid bewahren und standen der Homelandpolitik Südafrikas positiv gegenüber.

In der Gegenwart spielen jedoch rassische Merkmal auch bei den Bastern eine gesellschaftliche Rolle: hier können zwei unterschiedliche soziale Schichten betrachtet werden. Die eher hellhäutigen stellen die wohlhabenden Familien dar, welche wichtige Funktionen in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft einnehmen. Die deutlich ärmere Schicht wird von den Menschen mit dunkler Hautfarbe repräsentiert.





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