Cape Cross & Cape Cross Seal Reserve

Geschichte

Am Cape Cross landete 1486 der erste Europäer in diesem Teil Afrikas, der Portugiese Diego Cão. Er stellte im Namen seines Königs João II. ein Kreuz auf, was jedoch bis 1893 niemanden interessierte. Erst zu diesem Zeitpunkt entfernte der deutsche Kapitän des Frachters “Falke” das Kreuz, welches im Jahr darauf durch eine Kopie ersetzt wurde. 1980 wurde dann unter südafrikanischem Mandat ein weiteres Kreuz dazugestellt.




Geographie & Klima

Cape Cross liegt 115 km nördlich von Swakopmund in der Region Erongo und ragt als Landspitze in den Atlantik hinein. Cape Cross und das Cape Cross Seal Reserve gehören zur National Westcoast Tourist Recreation Area. Da der Wind fast immer landeinwärts weht, ist nicht nur die Geruchsbelästigung durch die vielen Robben enorm, sondern auch eine Winddichte Jacke angeraten.

Flora und Fauna

Auf dem flachen und unwirtlichen Küstenabschnitt liegt das für seine Robbenkolonie berühmte Kreuzkap. Das Robbenreservat (Cape Cross Seal Reserve) ist nur eine von 24 Kolonien an der südwestafrikanischen Küste. Insgesamt schätzt man das Robbenvorkommen an der ganzen namibischen Küste auf ca. 650.000 Tiere.
Zwischen 80.000 und 100.000 Zwergpelzrobben, auch Ohrenrobben genannt, tummeln sich am Cape Cross auf den Felsen – was für den Besucher nicht nur ein außergewöhnlicher Anblick ist, sondern auch extremen Gestank und Lärm hervorbringt. Vor allem während der Paarungszeit zwischen September und Dezember ist hier mit enormem Aufkommen dieser zur Familie der Ohrenrobben gehörenden Art zu rechnen. Zu dieser Zeit sieht man auch die riesigen Bullen, wie sie an Land kommen um ein Areal für ihre paarungsbereiten Damen zu besetzen. Sollte sich ein anderer Bulle zu weit annähern, werden brachiale Kämpfe ausgetragen, bei denen nicht selten eines der Männchen schwer verletzt wird oder gar stirbt. Als Gesundheitspolizei fungieren hierbei Schakale, die die verletzten und toten Tiere beseitigen. Die Weibchen kommen nicht wie die Männchen bereits Mitte Oktober an Land, sondern erst einige Wochen später. Nach der sofortigen Paarung bringen sie dann Ende November, Anfang Dezember ein ca. 5 kg schweres Robbenjunges zur Welt.
Um diese Population unter Kontrolle zu halten, wurden Fangquoten eingeführt, jeweils am 01. August und am 15. November findet das so genannte “Culling” statt, also das Erschlagen der Tiere, was häufig kritisiert wird. Als Argument für das Dezimieren bringt die Regierung immer wieder den schädlichen Einfluss der vielen Robben auf den Fischfang an.

Touren & UKUs/ Camps

Am besten gelangt man nach Cape Cross von Henties Bay aus auf der Küstenstraße C34. Allerdings sollte man – nicht nur bei Nebel – sehr vorsichtig fahren, die Fahrbahn ist oft recht nass. Kurz vor dem Kreuzkap liegt die Robbenkolonie, sie kann täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr gegen eine Eintrittsgebühr besichtigt werden. Die einzige hier verfügbare Übernachtungsmöglichkeit ist die Cape Cross Lodge.
Weiterfahrten von hier sind möglich in den Skeleton Coast Park im Norden, oder ins Damaraland zu den Sehenswürdigkeiten wie Twyfelfontein oder dem Brandberg.

Beste Reisezeit

Vor allem während der Paarungszeit zwischen September und Dezember ist hier mit enormem Aufkommen dieser zur Familie der Ohrenrobben gehörenden Art zu rechnen.



Wildlife

Namibia blickt auf eine lange Geschichte des Naturschutzes zurück. Bereits 1907 wurde die Etosha Pfanne und das Kaokoveld zum Naturschutzgebiet erklärt. Als eines der tierreichsten Länder Afrikas, besticht Namibia mit seiner bemerkenswerten Anzahl an Schutzgebieten, die ca. 18% des Landes einnehmen. Aber überzeugen Sie sich selbst, bei einer Reise durch das Land, von seiner faszinierenden Pflanzen- und Tierwelt.
Begeben Sie sich auf eine Pirschfahrt z.B. im bekanntesten Nationalpark Namibias, dem Etosha Nationalpark (fast 100.000 km²) und erspähen Sie eines der 130 Säugetierarten an einem beleuchteten Wasserloch. Halten Sie einzigartige Tierbeobachtungen mit ihrer Kamera fest.