Aktivitäten in und um Lüderitz
Die westlich von der Stadt gelegene Lüderitz-Halbinsel bietet Wanderern malerische Buchten, traumhafte und unberührte Sandstrände und wunderschöne Lagunen. In den Buchten sind häufig Flamingos zu beobachten. In der Sturmvogelbucht gab es bis zum Jahre 1914 eine norwegische Walfangstation. Die Reste der Station können heute noch besichtigt werden. Der Diaz Point ist der Felsenvorsprung auf dem Bartolomeu Diaz 1488 ein Steinkreuz als Zeichen portugiesischer Okkupation errichtete. Heute stehen hier ausschliesslich Duplikate des Kreuzes. Direkt vor der Halbinsel ist Halifax Island gelegen – ein Vogelparadies und eine Naturschutzinsel, die nicht betreten werden darf. Mit dem Fernglas kann man die dortige Pinguin-Kolonie beobachtet werden. Halifax Island gehört mit 12 weiteren süd- und nördlich vorgelagerten Inseln zu den sogenannten Pinguininseln. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde von den Inseln der Guano-Dünger abtransportiert. 1850 sollen bis zu 450 Schiffe den Vogelmist verschifft haben.
Die ehemalige Diamantenstadt Kolmanskop (Kolmanskuppe) liegt heute im Diamantensperrgebiet, ca. 15 Kilometer östlich von Lüderitz. Nachdem im Jahre 1908 ein Bahnbeamter hier einen Diamanten fand, verbreitete sich sehr schnell die Kunde des Sensationsfunds. Kurz darauf kamen Diamantensucher aus der ganzen Welt hierher – 20.000 Arbeiter verrichteten ihr Werk auf den Diamantenfeldern. 1914 deckten die Felder bis zu 14% der Weltmarktproduktion ab. Kolmanskop wurde aus dem Nichts gehoben und wurde bis in die 50er Jahre bewohnt. Doch schon ab den frühen 20er Jahren waren Funde in Oranjemund, an der Mündung des Oranje, lukrativer geworden, weshalb mehr und mehr Einwohner Kolmanskop verließen. In den späten 70er Jahren erkannte man das touristische Potential der Geisterstadt. Manche Häuser wurden rekonstruiert, aber die meisten wurden weiterhin der Wüste preisgegeben. Als Besucher kann man das alte zweigeschössige Kasino mit noch funktionierender Kegelbahn bestaunen. Außerdem gibt es ein kleines Museum in dem historischen Aufnahmen und andere Beiträge zu Geschichte der Stadt ausgestellt sind. Besonders reizvoll ist auf jeden Fall die Atmosphäre der Geisterstadt. Diese spürt man besonders bei einem “Stadtbummel” und beim Spähen in die alten und verlassenen Häuser.
Wie Kolmanskop ist auch Elisabeth Bay eine ehemalige Diamantenstadt. Sie liegt ca. 30 Kilometer von Kolmanskop entfernt in der Namib. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war auch Elisabeth Bay dem Diamantenboom erlegen und wurde ähnlich schnell verlassen, nachdem Diamanten an anderen Orten gefunden wurden. Gerippe von Häusern, die von Salzluft und Wind zerfressen sind und perforierte Hauswände bescheren der Stadt eine Endzeitstimmung wie aus einem Science-Fiction-Film. Heute wird wieder in der Gegend geschürft, weshalb ein normaler Besuch der ehemaligen Stadt unmöglich ist.
Für Sportler und Strandtouristen ist die Agate Beach (Achatstrand) zu empfehlen. Trotz des sehr kühlen Wassers herrschen hier perfekte Bedingungen zum Surfen und Kiten. Im Sommer ist der beliebte Badestrand meist gut besucht. Auch kann man dem Namen des Strandes nach, hier nach Achaten Ausschau halten – wofür allerdings sehr gute Augen benötigt werden.


Wildlife
Namibia blickt auf eine lange Geschichte des Naturschutzes zurück. Bereits 1907 wurde die Etosha Pfanne und das Kaokoveld zum Naturschutzgebiet erklärt. Als eines der tierreichsten Länder Afrikas, besticht Namibia mit seiner bemerkenswerten Anzahl an Schutzgebieten, die ca. 18% des Landes einnehmen. Aber überzeugen Sie sich selbst, bei einer Reise durch das Land, von seiner faszinierenden Pflanzen- und Tierwelt.
Begeben Sie sich auf eine Pirschfahrt z.B. im bekanntesten Nationalpark Namibias, dem Etosha Nationalpark (fast 100.000 km²) und erspähen Sie eines der 130 Säugetierarten an einem beleuchteten Wasserloch. Halten Sie einzigartige Tierbeobachtungen mit ihrer Kamera fest.
